Mojave National Preserve

Der drittgrösste Nationalpark der 48 zusammenhängenden Staaten! Hätten Sie es gewusst? Nur Death Valley und Yosemite National Park sind grösser. Doch selbst diese Einstufung täuscht, bezieht sie sich doch ausschließlich auf die 1994 beschlossenen Grenzen des Parks. Die eigentliche Mojave Wüste ist ein vielfaches grösser, reicht nördlich bis zum Death Valley, im Osten bis an den Colorado River und schliesst im Süden sogar noch den Joshua Tree Park ein. Fährt man von Los Angeles auf der I 15 nach Las Vegas fährt man praktisch durch (der eigentliche Park liegt südlich der Autobahn). Immer lese ich die Frage in verschiedenen Internet-Foren: Gibt es etwas auf der Fahrt von L.A. nach Las Vegas zu sehen? Stellen Sie uns die Frage bloß nicht: Sie werden nie in Las Vegas ankommen!

Die Mojave Wüste ist neben Death Valley sicherlich die abwechslungsreichste und vielfältigste Wüste der Vereinigten Staaten. Seine Entstehungsgeschichte und die geologischen Besonderheiten sind einzigartig. Sie wurde 1994 mit seinen jetzigen Grenzen zum Nationalpark erklärt. Doch wie schon erwähnt ist das Gesamtgebiet der Mojave Wüste deutlich größer. Auch Teile der alten Route 66 führen durch die Mojave. Auch die ältere und jüngere Besiedlungsgeschichte des Westens sind sehr eindrucksvoll und haben viele sehenswerte Spuren hinterlassen.

Im Zentrum liegt das neue Hauptquartier der Parkverwaltung im historischen und eindrucksvoll wiederhergestellten Kelso Depot mit dem sehr empfehlenswerten Park Informationszentrum. Hier ist einer der Startpunkte für unsere Excursionen.

Einige Highlights der Mojave Wüste:

Die Mojave Wüste hat die größten, dichtesten und zusammenhängenden Joshua Tree Wälder der Welt. Nicht einmal der Joshua Tree Park kann sich damit vergleichen. Die Bäume wachsen nur in bestimmten Höhenlagen. Im Winter ist sogar an manchen Tagen mit Schnee zu rechnen. In der Nähe eines weiteren Pakinformationszentrum "Hole in the wall" liegen die geologisch sehr interessanten Table Top Mountains. Sie sind völlig flach und haben eine mehrere Meter dicke Kruste aus Lavagestein. In derselben Region findet man aus einer anderen geologischen Epoche die "Schweizer Käse Berge" sowie beeindruckende Granitformationen.

Die Mitchell Caverns sind die einzigen Tropfsteinhöhlen aus Kalkstein in Kalifornien. Sie sind, nachdem sie in die Parkverwaltung übergegangen sind, abgesichert und für touristische Führungen wieder geöffnet worden. Ihre Größe und die Formationen der Tropfsteingebilde sind beeindruckend. Direkt an ihrem Fuße ist das ehemalige Wohnhaus der Familie Mitchell zu einem Informations- und Ausstellungsgebäude umgestaltet worden.

Die jüngere Geschichte der Mojave Wüste ist in großen Teilen nach der allerersten Besiedlung mit Pferd und Wagen im wesentlichen durch die Entwicklung der Eisenbahn gestaltet worden. Die ersten Dampfzug getriebenen Personen und Güterzüge verlangten nach Wasserdepots für die Lokomotiven in relativ kurzen Abständen. Aus vielen dieser kleinen Depots entlang der Eisenbahntrasse entwickelten sich zum Teil nur vorübergehend kleinere Ansiedlungen wie z.B. Amboy an der Route 66, Goffs und das Kelso Depot. Nach Einführung der Diesellokomotiven und der weiteren Verbreitung des Automobils waren die meisten dieser "Haltestellen" überflüssig und starben zum Teil ganz aus. Es entstanden "Ghosttowns". Es ist in vielen Fällen der Umsicht und historischen Verantwortung von Einzelpersonen zu verdanken, daß einige Zeitzeugen dieser Epoche vor den Baggern gerettet und in vielen Fällen wunderbar und ursprünglich restauriert worden sind.

Ein Beispiel dafür ist das wunderschöne Kelso Depot, das kurz vor dem völligen Verfall stand und von der Pacific Railroad, dem damaligen Eigentümer abgerissen werden sollte. Dieses konnte in allerletzter Minute durch Privatinitiative verhindert werden. Nun ist es im Eigentum der Parkverwaltung und dient als Informationszentrum für den Mojave Naturpark. Es ist unbedingt einen Besuch wert!

Aus der Epoche der ersten Besiedlung durch weisse Einwanderer stammt die "Mojave Road". Der Name ist allerdings irreführend, täuscht er doch das Vorhandensein einer Strasse vor. Doch bei der Mojave Road handelt es sich um den einzig übriggebliebenen "Wagon Trail", gedacht für Pferd und Wagen, der die Mojave Wüste von Arizona zur Westküste durchschnitt. Dieser Abschnitt ist ursprünglich erhalten und heutzutage nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen zu passieren. Der Pfad ist einspurig und in einigen Bereichen nach Regenfällen nur schwer oder gar nicht passierbar. Die Trasse ist nur durch kleine Steinmarker markiert. Die Orientierung ist selbst heutzutage manchmal nicht ganz einfach. Doch insgesamt ist das Befahren dieses alten Trails wie das Lesen eines Buches aus der Geschichte der Westernzeit. Fahren Sie mit uns!

Nur ein kurzer Abstecher ist es von der Mojave Road zu der fabelhaften Lava Tube (Lava-Röhre). Dies ist eine relative große Höhle am Fuße eines Lava Domes (eines kegelförmigen Lavaberges), die teilweise kleine Öffnungen und Durchbrüche nach außen hat, wodurch das Tageslicht wie von einem starken Scheinwerfer gebündelt in das dunkle Innere der Höhle strahlt. Es ist wie ein Flutlichteffekt. Das Auffinden dieser Lava Tube ist absolut schwierig, weil der Weg dorthin nicht gekennzeichnet ist. Weil man insbesondere an einer Abzweigung immer falsch fährt, haben wir uns entschlossen, selbst die Initiative zu ergreifen und einen kleinen "Lavawegweiser" am Rande der Piste zu errichten.

Ein weiterer Zeitzeuge der Besiedlung Kaliforniens aus jüngerer Zeit ist die Route 66, die von Chicago nach Santa Monica führte. Dies war zu einer Zeit vor der Erfindung der Autobahnen. Ein Teil der Route 66 führt durch die Mojave Wüste an der aus vielen Filmen (Cars, Bagdad u.v.m.) bekannten Siedlung Amboy, mit dem berühmten Roy's Cafe, vorbei. Diese Siedlung, die nach dem Bau des Freeways No. 40 im Jahre 1974 zur Ghosttown wurde, erlebt zum Glück wieder eine Renaissance. Es ist wieder einmal Privatleuten zu verdanken, daß diese kleine Stadt langsam aber sicher wiederaufersteht und der Nachwelt erhalten bleibt. Amboy ist ein Treffpunkt für unsere Touren im südlichen Teil der Mojave Wüste. Hier ein Tipp: Wenn Sie die Autobahn 40 von und nach Barstow fahren, machen Sie unbedingt einen Abstecher auf der Route 66. Nur 2 km von Amboy entfernt liegt der Amboy Krater, der nach einem etwa 45minütigen Fußmarsch erklommen werden kann.

Nun zu unserem Tourprogramm:
Beim Besuch der Mojave Wüste steht man am meisten vor demselben Problem wie beim Besuch des Death Valleys: Man hat nicht genug Zeit und die Entfernungen sind zu groß. Für Gäste mit nur wenig Zeit teilen wir daher unsere Tagestouren in Abschnitte auf mit Schwerpunkten im Norden, Osten, Süden oder Westen. Unsere Ausgangspunkte für Tagestouren sind in der Regel Amboy, Kelso Depot, Baker oder Primm (Nevada). Aber wir können uns natürlich auch an einem anderen Ort unserer gemeinsamen Wahl treffen. Wir werden weitestgehend auf unbefestigten, staubigen Strassen unterwegs sein. An einigen Punkten halten wir an und gehen bis zu 2-3 km jeweils zu Fuß. Wir machen Pausen, aber wir sind abseits von Fastfood und Lebensmittelläden. Bringen Sie sich daher ausreichende Verpflegung und Getränke mit. Ein Rucksack und eine kleine Kühltasche sind anzuraten.

Wie schon erwähnt sind die Wege schlecht und holprig teilweise mit Schlaglöchern übersät. Sie sollten daher gesund sein und über eine ausreichende Kondition verfügen. Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind ein Muß zu jeder Jahreszeit.

Tragen Sie unbedingt hohe geschlossene Schuhe mit fester Profilsohle (auch im Sommer!) und stellen Sie sicher, daß Sie diese Schuhe schon mehrfach vorher ohne Beschwerden und Blasen getragen haben. Wir nehmen keine Gäste mit Sandalen auf Touren dieser Art mit!

Ferner bieten wir kombinierte zwei- oder mehrtägige Touren mit Übernachtung in Campingzelten entweder in der freien Natur oder auf Primitivcampingplätzen (kein Wasser, keine Elektrizität, Primitivtoiletten) an. Wir schlafen in Zelten auf Isoliermatten in Schlafsäcken. Wir können Ihnen Zelt uns Schlafsack stellen oder Sie bringen Ihr eigenes Equipment. Leichtes warmes Abendessen vom Lagerfeuer und einfaches Frühstück sind im Preis enthalten.

Falls nicht anders vereinbart, benötigen wir zur verbindlichen Buchung eine Anzahlung per Paypal (www.paypal.de) von mindestens $100.00 USD bis spätestens 14 Tage vor der geplanten Tour, danach ist der Buchungsbetrag in voller Höhe fällig. Stornierungen sind bis 3 Tage vor Tourbeginn möglich. Bis dahin wird der gesamte Buchungsbetrag erstattet mit Ausnahme einer Bearbeitungsgebühr von $50.00 USD. Bei Stornierungen später als drei Tage vor dem Tourbeginn wird der gesamte Buchungsbetrag fällig.
Bei Zahlungen und Überweisungen auf unser deutsches Konto erhöht sich der Buchungsbetrag pauschal um $45.00 USD (Banktransfergebühren).

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